Zwischenergebnis
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In einer stabilen Zählermatrix lassen sich bei jedem Faktor zwei Intervalle unterscheiden:
Im einen Intervall sind die Toleranzoptionen fundiert und im anderen Intervall nicht. Toleranzoptionen von 0.0 beginnend bis zu einer Obergrenze sind durch hohe Zählwerte bestätigt. Die Informationen über die Anteile der Zählwerte zu jeder Toleranzoption an der Zählermatrix lassen sich durch die Nennung der Grenze zwischen den Intervallen verdichten.
Das Ergebnis der Auswertung eines Kandidaten ergibt in jeder Dimension ein Zwischenergebnis. Dieses ist mit dem größten Wert einer Fundierten Toleranzoption bestimmt, aber noch nicht direkt dieser Wert. Die Aneinanderreihung der Zwischenergebnisse aller Dimensionen ergibt einen Zwischenergebnisvektor. Jedem Kandidaten kann ein Zwischenergebnisvektor zugeordnet werden.
Das Zwischenergebnis komprimiert die Informationen aus einer Zählermatrix, indem Unterschiede der Zählwerte zwischen den Toleranzoptionen vernachlässigt werden.
Ein geringer Toleranzwert deutet darauf hin, daß diese Dimension aus der Perspektive eines bestimmten Kandidaten sehr wichtig ist. Um hohe Wichtigkeit auch in großen Werten auszudrücken, werden die Toleranzwerte ohne den Verlust an Informationen in ihre Komplementärwerte umgeformt:
Das Zwischenergebnis eines Faktors ist definiert über

Zwischenergebnis = 1 - (größter fundierter Toleranzwert + 0.1) = 1 - kleinste nichtfundierte Toleranzoption

Der Zwischenergebnisvektor setzt sich aus den Zwischenergebnissen zusammen. Zu jedem Kandidaten kann ein Zwischenergebnisvektor erzeugt werden.

Bei einem Faktor, der zielhemmende Ausprägungen beim aktuellen Kandidaten bis zum Wert 0.8 fundiert toleriert, repräsentiert der Wert 0.9 nicht mehr die Tolerierbarkeit zielwidriger Ausprägungen. Das bedeutet, diese Toleranzoption ist nur durch wenige Zählwerte repräsentiert.  
Zum fundierten Toleranzvektor  
{ 0.2; 0.6; 0.9; 0.9; 0.7; }  
 
   gehört der Zwischenergebnisvektor  
{ 0.7; 0.3; 0.0; 0.0; 0.2; }  
 
Sobald die Zählermatrix eine ausgereifte Verteilung zeigt, kann der Zwischenergebnisvektor gewonnen werden. Der Zwischenergebnisvektor wird als aktueller Zwischenergebnisvektor gespeichert. Mit der Speicherung des Zwischenergebnisvektors könnte die Auswertung des Kandidaten abgeschlossen sein. Es ist jedoch vorteilhaft, die Auswertung zur Kontrolle des Analyseergebnisses zu wiederholen. Es muß demnach erneut mit Anpassungszyklen begonnen werden, bis wiederum ein Fundierter Toleranzvektor und damit ein Zwischenergebnisvektor existiert.
Stimmen nachträglich erzeugter und vorheriger Zwischenergebnisvektor überein, so kann das Analyseergebnis als gesichert gelten. Andernfalls ist abermals mit dem Erzeugen eines erneuten Zwischenergebnisvektors zu beginnen, bis sich ein Zwischenergebnis vom vorherigen nur geringfügig unterscheidet. Die Umgebung um ein Zwischenergebnis, die unterschiedliche Werte als gleich gelten läßt, wurde zu
Beginn des Verfahrens festgelegt.
Gleichen sich zwei einander folgende Zwischenergebnisse, so ist dieser Verfahrensabschnitt beendet.
Das Zwischenergebnis wird gespeichert; es drückt die Relevanz aus, die die Beispielbasis aus der Perspektive des aktuellen Kandidaten vermittelt. Damit ist ein erstes Teilergebnis gewonnen.