Der FACTORFINDER-Analyseansatz verlangt, Alternativen in akzeptable und inakzeptable zu unterscheiden. Zu jeder Alternative läßt sich feststellen, ob sie in Bezug auf eine Zielgröße akzeptabel erfolgreich ist oder nicht.
Dies reduziert die Anforderungen an die Datengrundlage. Bereits rudimentäre Daten gestatten daher, die Qualität einer Alternative einzelnen Faktoren zuzurechnen.
Die Einflüsse, die den Erfolg unterschiedlicher Varianten bestimmen, lassen sich in kausalen Modellen der relevanten Größen abbilden. Die Tatsache, daß ein kausales Modell verschiedene Zustände annehmen kann, ist eine Eigenschaft, die bei der linearen Analyse der Wirkungsstränge verlorengeht. Dieses Argument läßt die Abbildung von Alternativen in kausalen Modellen als inadequat erscheinen und spricht für den Einsatz der Repräsentationsalternative Beispielbasis.
Hinter der strukturierten Form des Beispieles steht eine Vielzahl von Akteuren und Aktionen, die in einem Beispiel zu einer Momentaufnahme des Zustands der berücksichtigten Größen kondensieren. Die Repräsentation mit Hilfe der Beispiele erübrigt Wirkungsketten zu suchen, Bedingungen und Folgen zu trennen sowie indirekt wirkende Faktoren zu finden. Akteure und Ursachen können offen bleiben.
Erforderlich ist allein die Beschreibung der cen sowie die Kategorisierung in Erfolg oder Mißerfolg. Die zweiwertige Unterscheidung der Beispiele nach Erfolg und Mißerfolg ermöglicht es, auf die explizite Modellierung des Entstehens der Beispiele - etwa in Form eines polit-ökonomischen oder psychologischen Modelles - zu verzichten. Dieser Versuch bliebe in einem frühen Studium der Analyse ohnehin lückenhaft, nicht zuletzt aufgrund der Vielzahl von Akteuren und Nebenbedingungen.
Jedes Beispiel muß als Erfolg oder Mißerfolg klassifiziert werden. Dabei wird man in einzelnen Fällen bei seiner Entscheidung zögern. Wenn kein klares Ja oder Nein möglich ist, sondern nur ein "bedingtes Ja" oder ein "vielleicht", dann ist von zentralem Interesse, welcher Faktor in der Analyse bisher fehlt, der aus dem bedingten ein uneingeschränktes Ja werden läßt. Auf diese Weise leitet die Klassifizierungsaufgabe bei der Suche nach neuen, unberücksichtigten Faktoren.