Kategoriale Faktoren
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Bestimmte Faktoren lassen sich nicht nicht zählen, wiegen oder anders messen. Sie sind für eine sinnvolle numerische Darstellung nicht geeignet. Das können Stilvarianten sein, das können verschiedene Personen sein, mit denen eine Arbeitsgruppe besetzt wird. Immer ist kein meßbarer "Abstand" anzugeben, wie er beispielsweise bei zwei Kaufpreisen anzugeben wäre.
Kategoriale Faktoren lassen sich mit ihren Ausprägungen als identisch oder unterschiedlich, nicht aber als graduell übereinstimmend, beschreiben. Im Gegensatz dazu liegt bei quantativen Merkmalen eine Reihenfolge alternativer Werte offen zutage. Darüber hinaus gestattet der Abstand der Werte zueinander Folgerungen auf den Wirkungsbeitrag. Dies ist bei kategorialen Faktoren nicht möglich: Ausprägungen stimmen entweder überein oder unterscheiden sich. Daher gibt es bei kategorialen Merkmalen entweder zielführende oder zielhemmende Ausprägungen. "Neutrale" Ausprägungen sind nur denkbar, sofern ein Merkmal völlig unwichtig ist.
Die FACTORFINDER-Software wurde für den Anwendungsfall kategorialer (und nicht für kontinuierlich beschriebene) Faktoren geschaffen. Bei Analyseproblemen mit kategorialen Faktoren lassen sich die Ausprägungen der Faktoren in zielführende und zielhemmende Ausprägungen unterteilen. Abstufungen im Zielbeitrag - wie es bei kontinuierlich veränderlichen Faktoren sinnvoll möglich ist - erscheinen bei kategorialen Faktoren unangemessen.
Als Beilage zum Essen werden üblicherweise Reis, Kartoffeln oder Nudeln bevorzugt. Der Faktor "Beilage" ist somit ein kategorial beschriebener; jede Ausprägung ist im Zusammenhang eines bestimmten Menüs entweder vorteilhaft oder unvorteilhaft.  
Ein kategorialer Faktor, der nicht auf die Zielgröße einwirkt, ist soll hier im weiteren nur als Merkmal oder als Dimension bezeichnet werden. Sobald eine Größe ein Faktor ist, fördert diese Grösse das Erreichen der Zielgröße oder hemmt es. Wäre der Einfluß indifferent, so würde es sich nicht um einen Faktor handeln.