Unvollständiger Ausgleich erfolgswidriger Faktoren
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Die Addition der Relevanz zu einem Wert der Deviation in Verbindung mit dem Schwellenwert der Zielgröße impliziert eine nichtkompensatorische Verknüpfung der Faktoren. Vorteilhafte Ausprägungen eines Faktors gleichen ungünstige Ausprägungen in anderen Faktoren nicht vollständig aus. Die Wirkung zielhemmender Ausprägungen bleibt verborgen, solange der Schwellenwert der Zielgröße von der Alternative insgesamt noch überschritten ist, d.h. die Alternative insgesamt noch akzeptabel erscheint.
Daraus, daß auch unvorteilhaft ausgeprägte Alternativen als Erfolge gelten, entsteht der Eindruck, daß vorteilhafte Ausprägungen in einem Merkmal nachteilige in anderen Merkmalen ausgleichen. Dies ist eine Folge des Schwellenwertes, oberhalb dessen Positivbeispiele als Erfolg gelten. Jedes Positivbeispiel gilt als ebenso erfolgreich, als wäre es in jedem Merkmal ideal ausgeprägt. Damit wirkt es so, als ob unvorteilhafte Ausprägungen kompensiert würden.
Deviationen vom Ideal - so die Annahme dieses Modells - addieren sich auf. Das gilt auch, wenn sie so geringfügig sind, daß sie nicht zum Scheitern führen. Auch die Verwirklichung der idealen Ausprägungen besonders wichtiger Merkmale kompensiert nicht Deviationen in anderen Faktoren, die insgesamt kritisch sind und ausreichen, eine Alternative scheitern zu lassen. Deviationen bleiben verborgen, solange sie in der Summe subkritisch sind. Erst am Ende der Betrachtung aller Dimensionen läßt sich bilanzieren, ob die Summe der Deviationen ein Beispiel scheitern läßt.