Grundgedanken
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Die Grundlage der FACTORFINDER-Software sind Annahmen über das Zusammenwirken von zielfördernd und zielhemmend ausgeprägten Faktoren und ihren Einfluß auf den Erfolg der Alternativen.
Das FACTORFINDER-Verfahren baut auf der Vorstellung auf, daß es ideale Ausprägungen zu jedem Faktor gibt und daß zielhemmende Ausprägungen in dem Maße toleriert werden, je unwichtiger der jeweilige Faktor ist. Demzufolge lassen sich umso vielfältigere Varianten beobachten, je mehr zielfördernde Ausprägungen der Faktoren existieren und je unwichtiger die betrachteten Faktoren sind. Im Extremfall, wenn nur eine zielfördernde Ausprägung jedes Faktors existiert und bei ausschließlich kritisch wichtigen Faktoren, kann nur eine einzige Faktorkombination als Erfolg beobachtet werden. Alle anderen Varianten müssen scheitern. Je unwichtiger die Faktoren sind, desto mehr Varianten lassen sich als erfolgreich beobachten. Das gleiche gilt, je mehr zielfördernde Ausprägungen der Faktoren existieren.
Robuste Alternativen sind sowohl in wichtigen als auch unwichtigen Merkmalen zielfördernd ausgeprägt. Sie tolerieren Verschlechterungen einzelner Ausprägungen am weitesten und daher ist es vorteilhaft, sie anzustreben.

Das Modell besteht aus vier Kerngedanken:

·Es geht von dem gedanklichen Konstrukt von idealen Alternativen aus, die durch bestimmte Merkmalsausprägungen charakterisiert sind.  
·Ein Verfehlen der idealen Merkmalsausprägungen kann zum Scheitern einer Alternative führen, muß es aber nicht.  
·Unvorteilhafte Merkmalsausprägungen führen umso eher zum Scheitern, je größer die Wichtigkeit des Merkmales ist, in dem sich die Alternative vom Ideal unterscheidet.  
·Wenn mehrere Merkmale unvorteilhaft ausgeprägt sind, addiert sich die Wichtigkeit der nicht-ideal ausgeprägten Merkmale zu einem Gesamtwert, der den Erfolg der Alternative letztlich bestimmt.