Als Beispiel soll das Zusammenwirken einer Arbeitsgruppe analysiert werden. Sie besteht aus fünf Mitarbeitern: Einem Gruppenleiter, einem Stellvertreter und drei Spezialisten mit unterschiedlichen Aufgabenbereichen. Jede Person arbeitet mit den anderen zusammen; so besteht ein komplexes Beziehungsnetz zwischen den Mitarbeitern.
Jede Position innerhalb der Gruppe kann durch unterschiedliche Personen besetzt werden; dabei kann nicht jeder jede Stelle besetzen. Die Kenntnisse und Fähigkeiten sowie die weichen Faktoren wirken alle auf die Gruppenleistung. Mögliche Schwachpunkte innerhalb der Gruppe werden toleriert, solange sie nicht so wichtig sind, daß die Gruppe insgesamt versagt.
Es ist vorteilhaft, zu wissen, aus welchen Mitarbeitern sich die Arbeitsgruppe idealerweise zusammensetzt. Zwar liefert jede der Kombinationen mit akzeptablen Gruppenleistungen annahmegemäß gleich gute Ergebnisse; für den Fall, daß ein Gruppenmitglied durch jemand anderes ersetzt werden muß, sollte jedes Gruppenmitglied der Idealkombination mit möglichst vielen anderen Mitarbeitern erfolgreich zusammenarbeiten können. So ergibt sich unter den Kombinationen mit gleichermaßen akzeptablen Arbeitsergebnissen die bevorzugte Kombination von Mitarbeitern.
Auch ist es vorteilhaft, zu wissen, welche Position für das Arbeitsergebnis besonders wichtig ist. Diese Position kann dann mit besonderer Sorgfalt besetzt werden, weil hier Schwächen am wenigsten toleriert werden.